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Haftungsrisiko Dokumentation – Vermeidung der Inanspruchnahme durch strategische Interventionen

Ist Dokumentation ein lästiges Übel oder ein segensreicher Schutz?*
Pflege- und Arzthaftungsprozesse werden immer häufiger von klagenden Krankenversicherern und Patienten aufgrund unzureichender, lückenhafter oder gar manipulierter Dokumentation gewonnen. Der Dokumentation kommt im Rahmen von Regressprozessen immer häufiger eine entscheidende beweisrechtliche Bedeutung zu.
Diese Fortbildung richtet sich Pflegedienstleiter/-innen, Heimleiter/-innen und Mitarbeiter/-innen in der Alten- und Krankenpflege. Die Zielstellung der Fortbildung besteht darin, dass die Teilnehmer/-innen vollständige Rechtssicherheit im Umgang mit der Dokumentation erlangen und ein entsprechendes Problembewusstsein entwickeln.
Inhalte der Fortbildung:

  • Juristische Anforderungen an die Dokumentation in der Pflege werden vermittelt.
  • Das Handlungsschema von Regressbearbeitern/-innen der Krankenversicherungen wird vorgestellt, die anhand der Dokumentationen den Nachweis erbringen, dass schuldhaftes Handeln seitens des Trägers oder des Personals vorlag.
  • Es werden Schlussfolgerungen dargelegt und Handlungsempfehlungen aufgezeigt, unter deren Beachtung Unsicherheiten bezüglich haftungsrechtlicher Inanspruchnahme vollständig ausgeschlossen werden können.
* Neuen Zündstoff hat das Landgericht Bonn mit dem Urteil vom 23.12.2011 (Az.: 9 O 364/08) in die Diskussion um die Dokumentation in der Dekubitusprophylaxe gebracht. Im Kern urteilten die Richter, dass bei Hochrisikopatienten die dekubitusvorbeugenden Maßnahmen ärztlicherseits angeordnet und überwacht werden müssen. Darüber hinaus sind die zu ergreifenden Interventionen vollumfänglich zu dokumentieren. Dies ist in dem zu Grunde liegenden Sachverhalt nicht hinreichend erfolgt. Im Ergebnis wurden die behandelnden Ärzte zu einer Schmerzensgeldforderung in Höhe von mindestens 20.000,00 Euro verurteilt. Hinzu kommen die Kosten für die materiellen Schäden, zu deren Erstattung der Träger bestimmt worden ist.


09.02.2012, 09:00 - 12:30 Uhr
Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH
Beratungs- und Servicezentrum
Rudolf-Walther-Straße 4
01156 Dresden
Frau Jana Noltenius
jana.noltenius@bsw-mail.de
Telefon: 0351 4250246
60,00 EUR pro Person
10% Preisvorteil für weitere Teilnehmer/-innen desselben Unternehmens


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